In vielen Organisationen wird Facility Management immer noch als Kostenfaktor betrachtet. Diese praxisorientierte Vorlesung zeigt, wie sich Facility Management zu einer wertvollen Investition wandelt, wenn eine Organisation auf zirkuläre und flexible Kooperationen setzt. Diese Forschungsfrage bildet den roten Faden und ist eng mit dem Bereich Facility Management verknüpft.
Rick Bremer spricht aus seiner Funktion bei OPNIEUW!, einem Unternehmen für Kreislaufwirtschaft, das davon ausgeht, dass alles bereits existiert. In der Praxis hat er erlebt, wie Organisationen ihre Möbelbestände abschreiben, obwohl die Materialien technisch noch voll verwendbar sind.
Die praktische Frage wird anhand von Beispielen veranschaulicht. Diese Organisation wertet gebrauchte Bürostühle und Schreibtische durch Tests, Teileaustausch und neue Polsterung auf und bietet Garantien von bis zu fünf Jahren sowie eine Lebensdauer von bis zu zwanzig Jahren. Die Reinigung mit biologisch abbaubaren Produkten sorgt für ein neuwertiges Aussehen zu geringeren Kosten als der Neukauf. Durch Kreislaufwirtschaft werden Möbel gesammelt, innerhalb von 48 Stunden ein Angebot mit Kostenaufstellung erstellt und der Restwert durch eine Rückkaufgarantie gesichert. Dank des nutzungsbasierten Abrechnungsmodells zahlen Unternehmen nur für die Nutzung, nicht für den Besitz. Das Möbelmanagementsystem mit QR-Codes ermöglicht Einblicke in Standort, Wartung und zukünftiges Budget.
Der Redner möchte aufzeigen, dass sich das Facility Management von einem Kostenfaktor zu einer Wertschöpfungsmöglichkeit wandelt, wenn zirkuläre und flexible Partnerschaften umgesetzt werden. Abschließend lädt er Facility Manager und Gebäudeverwalter ein, diesen Schritt zu gehen und die sozialen und finanziellen Chancen zu nutzen.



